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Puerto Rico - Traumreise mit Startschwierigkeiten

Isla Culebra

Die Sicherheitsbeamtin fragt mich während sie einen leeren Blick in meinen Pass wirft, wo es denn hingehen soll. Nach San Juan, Puerto Rico. „Puerto Rico? Corre!“ „Lauf!“ – denn wir wissen alle, das ist eigentlich nicht zu schaffen.

Ich nehme also beide Füße und mein Handgepäck in die Hand und renne weiter. Die Seiten fangen an zu stechen und in meiner bequemen Reisejogginghose fange ich schnell an zu schwitzen. Und dieser verdammte Flieger geht vom allerletzten Gate.

Im Vorbeirennen versuche ich auf den Bildschirmen zu erkennen, ob der Flug noch geboardet wird – „Gate closed“. Das kann nicht sein, das kann nicht sein, ich renne trotzdem weiter, denn ich kann einfach nicht glauben, dass ich es nicht mehr rechtzeitig schaffe. Völlig aus der Puste und total verschwitzt hechel ich mit letzter Kraft den Mitarbeiter beim Gate an,  dass ich noch mit möchte nach San Juan. Es täte ihm leid, der Flieger sei schon weg. Ich möchte mich bitte an den Schalter dort hinten wenden, da werde mir weiter geholfen.

Zwei Stunden später sitze ich den Tränen nahe im Shuttle Bus zu einem airportnahen Hotel,  in dem ich die Nacht verbringen darf, denn es geht erst am nächsten Tag weiter.

Super frustriert entscheide ich mich,  das Beste daraus zu machen, gehe früh ins Bett,  um am nächsten Morgen ein bisschen die Stadt zu erkunden.

Mit vollen Einkaufstaschen erscheine ich tags darauf,  viel besser gelaunt nach einem erfolgreichen Bummel durch Madrids Innenstadt,  am Flughafen und freue mich, nun endlich den Flug nach Puerto Rico antreten zu können.

RUM ODER ORANGEN SAFT

Meine Reisegruppe hat schon einen aufregenden ersten Tag mit Altstadtbesichtigung Viejo San Juan und einer Ziplining Tour  (Seilrutsche) hinter sich. Letzteres war von Anfang an mein Highlight auf dieser Reise. Denn „La Bestia“ gehört zu den höchsten Ziplines der ganzen Welt. Dass ich dieses Erlebnis verpasst habe, macht mich immer noch traurig. Oder ich sehe es einfach als weiteren Grund, auch noch ein viertes Mal nach Puerto Rico zu fliegen.

Kaum in San Juan angekommen,  werde ich dorthin gefahren, wo die Gruppe den Tag ausklingen ließ – in der Casa Bacardi. Es gibt schlechtere Orte um darauf anzustoßen,  endlich angekommen zu sein. Bei heißen Chinchero Rhythmen und kaltem Rum fällt dann auch endlich der ganze Stress ab und ich freue mich darauf,  erlebnisreiche Tage auf der „Isla del Encanto“, der verzauberten Insel zu verbringen.

Das El Convento Hotel.  mitten in der Altstadt von San Juan,  erlebe ich dann ja nur für eine Nacht. Mein erster Eindruck ist aber sehr angetan. Ein stattliches altes Herrenhaus mit einem einladenden Patio und köstlichem frisch gepressten Orangensaft der mich morgens den Jetlag vergessen lässt.

AUSSICHT MIT HINDERNISSEN

Auf dem Programm steht heute die Isla Culebra. Eine vorgelagerte Insel östlich Puerto Ricos mit einem der schönsten Sandstrände der Welt.
Aber Achtung! Die etwa einstündige Katamaranfahrt ist wirklich nur etwas für Hartgesottene. Während ich mich fühle wie ein Kind in der Achterbahn,  haben viele Mitreisende starke Probleme mit dem Seegang. Und die kleinen Papiertüten,  die die Crew wohlweißlich in großen Mengen zu Hand hat, werden reichlich genutzt.
Die Unterwasserwelt,  die uns am Ziel erwartet,  lässt die Schnorchlerherzen höher schlagen und besagter Strand ist wirklich atemberaubend. Die wenigen Schiffe dümpeln vor sich hin und die Besucher planschen im badewannenwarmen glasklaren Wasser und lassen diese wundervollen Eindrücke einfach auf sich wirken. Ich stelle mir vor,  wie wundervoll es sein muss mit einer Flasche Rum, karibischer Musik und einem Sonnenuntergang,  der einen die Tränen in die Augen treibt, hier einfach noch ein paar Stunden zu sitzen. Aber für uns geht es zurück zum Festland (naja, sagen wir zur großen Insel). Auf dem Rückweg haben wir Rückenwind und damit bleibt uns der heftige Seegang in diese Richtung erspart.

Unser nächster Stopp ist das Wyndham Rio Mar Beach Resort mit einer tollen Poolanlage und einem fantastisch feinsandigen Strand direkt vor der Tür. Wenn es hier auch recht Amerikanisch angehaucht ist, denke ich schon, dass man hier ein paar Tage entspannten Badeurlaub verbringen kann. Und das Frühstücksbuffet war der Knaller. Mit frischen Waffeln, Wassermelone am Stiel und und und.

GRÜNE LUNGE UND BRAUNES HERZ

Der Hurrican Maria,  der vor einem knappen Jahr die Karibik heimgesucht hat, hat dieses wundervolle Eiland schwer getroffen. Wenn auch inzwischen fast überall der Strom wieder fließt und die Infrastruktur wieder weitestgehend normal verläuft, sieht man gerade in ländlichen Regionen auch jetzt noch Spuren dieser Verwüstung. So zum Beispiel auch im El Yunque Nationalpark. Er ist der einzige subtropische Regenwald der Vereinigten Staaten und ist ein absolutes“ Must See“ bei jedem PR- Besuch. Auch viele einheimische Familien nutzen ihn als Ziel von Tagesausflügen,  um hier entweder ein Picknick in außergewöhnlicher Atmosphäre zu genießen oder einfach nur um diese wundervolle Natur zu genießen und den Alltagsstress hinter sich zu lassen. Von den vielen geschützten Wander- und Trekkingpfaden aller Schwierigkeitsgrade ist derzeit nur ein einziger wieder geöffnet. Bei allen anderen ist die Parkleitung immer noch damit beschäftigt, sie wieder auf Vordermann zu bringen und von den Schäden von „Maria“ zu bereinigen.
Es ist aber nicht alles schlecht,  erklärt uns unser Tourguide,  der uns auf unserer Wandertour durch El Yunque begleitet, und dieser Gedanke gefällt mir sehr gut. Denn durch Maria haben nun auch viele kleine Pflanzen, die zuvor durch das dichte Blätterdach nicht genug Licht erhalten haben, endlich die Möglichkeit zu wachsen und zu gedeihen.

Kaffeeanbau hat eine lange Tradition auf Puerto Rico und rückt nun vermehrt wieder in das Interesse der einheimischen Kaffeetrinker und auch der Exporteure. Dabei wird viel Wert auf Qualität und Lokalität gelegt. Die privatgeführte Kaffeeplantage Café Lucero ist eine von diesen kleinen Plantagen. Als zweites Standbein führt die Inhaberin ein Café mit lokalen Spezialitäten und natürlich ihrem eigenen Kaffee in Ponce, der zweitgrößten Stadt Puerto Ricos. Hier lernen wir viel über den langjährigen Prozess vom Anbau und über die Ernte, die Trocknung und die Röstmethoden. Bis dann etwa fünf Jahre später aus der fertigen Bohne endlich dieses köstliche Getränk gebraut werden kann.

LEUCHTENDE AUGEN

Am Abend erwartet uns ein spektakuläres Naturschauspiel.
Auf der ganzen Welt gibt es wohl sieben phosphoreszierende Buchten und drei davon liegen an der Ostküste Puerto Ricos. Nach einem kleinen BBQ legen unsere Schiffe ab,  um im Stockdunklen in die Bucht rauszufahren. Es herrscht gespanntes Schweigen an Bord dieses kleinen flachen Schiffchens. Wir wissen alle nicht so genau was uns erwartet. Es ist uns zwar nur verboten,  Licht zu machen oder zu fotografieren, auch ohne Blitz. Aber es traut sich auch kaum einer etwas zu sagen. Nach ein paar Minuten Fahrt hält unser Kapitän an, noch sieht man nichts außer schwarzem Wasser. Ich stecke vorsichtig meine Finger ins Wasser und plantsche leicht hin und her – da! Ein leichtes Glimmen umgibt meine Hand, das Wasser strahlt. Wer ins Wasser möchte,  hätte jetzt etwa fünf Minuten Zeit bevor es wieder zurück geht. Das lass ich mir nicht zwei Mal sagen. Zack, raus aus den Klamotten, den Bikini hab ich natürlich drunter und –platsch– spring ich todesmutig ins dunkle Nass.
Dieses Gefühl zu beschreiben übersteigt meinen Wortschatz. Das Wasser um mich rum leuchtet und bei jedem Schwimmzug spritzen funkelnde Tropfen umher. Ich blicke an mir runter und kann trotz der vollständigen Dunkelheit meine Beine leuchten sehen. Vom Boot aus war es eine lustige Spielerei mit dem glimmendem Wasser, aber von hier drin ist es ein unvergessliches Erlebnis.

Die letzten Nächte verbringen wir  im Copamarina Beach Resort. Hier wird Entspannung groß geschrieben. Ich könnte den ganzen Tag in der Hängematte am kleinen Sandstrand rumhängen und mir die Sonne auf den Bauch scheinen lassen und den Blick über das glitzernde Wasser streifen lassen. Aber es gibt ja einfach noch so wahnsinnig viel zu tun.

SALUD – Y HASTA PRONTO

Die Ostküste ist generell die Ecke für alle Wassersportler. Sei es Schnorcheln, Tauchen, Surfen, Kayaken – hier findet jeder den passenden Spot. La Parguera, das frühere verträumte Fischerörtchen ist nun die Anlaufstelle und Ausgangspunkt für Ausflüge aller Art. Und auch um hier abends noch entspannt ein kaltes Bierchen zu genießen und sich gegenseitig von seinen Abenteuern zu berichten. Wenn auf dem kleinen Platz dann auch noch die Salsakombo die ersten Klänge spielt,  hält es niemanden mehr auf seinen Plätzen und der Tag ist einfach nur perfekt.

Puerto Rico ist wahnsinnig vielfältig und bietet neben den karibischen Stränden und der farbenfrohen kolonialen Altstadt San Juans mit süßen Gässchen, tollen Restaurants und einem trubeligen Nachtleben eben auch noch so viel mehr wie ich jetzt zum widerholten Male entdecken durfte.
Und wie gesagt, mit „La Bestia“ nehme ich es irgendwann noch einmal auf – Puerto Rico, nos vemos!

von:

Jessica Gienk

Hamburg Süd Reiseagentur
Burchardplatz 5
Tel:
+49 40 3705 2591
jessica.gienk@hamburgsued-reiseagentur.de
 

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