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Wildlife auf Safari, ein unvergessliches Reisehighlight


Unternimmt man eine Rundreise, dann gibt es immer Highlights, auf die man sich ganz besonders freut. Einige Highlights erfüllen die Erwartungen leider nicht, andere aber übertreffen alles vorher da gewesene. Als ich sehr früh morgens in eine Southafrican Airways Maschine Richtung Johannesburg stieg, wusste ich natürlich, dass mich ein besonderes Reisehighlight erwartet. Doch war ich aber so beeindruckt von den bisherigen Stationen unserer Südafrika Reise, dass ich mir schläfernd die Frage stellte, was da nun noch kommen möge?! Angekommen in Johannesburg gilt es erstmal sein Gepäck zu verstauen, denn für den Weiterflug der kommenden 2 Tage sind max. 20 Kg in Softbags vorgeschrieben. Der grosse Trolley findet einen sicheren Platz und wir besteigen eine Privatmaschine, die uns Richtung Mala Mala Game Reserve am Rande des Krüger Nationalparks bringt. Der Flug dauert eine knappe Stunde über die wunderschöne Landschaft Südafrikas. An uns fliegen weite karge Steppen, grüne Oasen und wunderschöne Hügellandschaften vorbei. Ich hätte noch viele Stunden diese faszinierende und sehr abwechslungsreiche Landschaft bestaunen können, aber nach knapp 50 Minuten ist der schöne Flug vorbei und wir landen direkt an der Mala Mala Lodge. Unsere Ranger Mike und Tom begrüßen uns direkt am Rollfeld und wir besteigen unseren offenen Geländewagen, ohne Fenster, und ohne Windschutz, aber ausgestattet mit einer Schrotflinte auf der Motorhaube. Das Erlebnis Mala Mala Game Reserve, eine Safari in Südafrikas legendärsten und bekanntesten Wildschutzgebiet beginnt. Wir fahren auf direktem Wege in die Lodge. Hier werden wir sehr herzlich aber doch ernst von der gesamten Mala Mala Crew begrüßt. Todd, der Senior Ranger bittet ohne große Umschweife um unsere ungeteilte Aufmerksamkeit, um uns mit dem vertraut zu machen, was uns erwartet. Er macht uns sehr deutlich, dass wir uns mitten in der Wildnis, 2 Autostunden entfernt jeglicher Zivilisation befinden, das Camp keinerlei Zäune hat, und wir uns nach Einbruch der Dunkelheit in keinem Fall allein im Camp bewegen dürfen. Unser Ranger ist unser ständiger Begleiter, ohne ihn gehen wir nirgendwo hin! Die Grenze zwischen dem riesigen privaten Naturreservat und der wunderschönen Mala Mala Lodge ist fließend, und es sei nicht aussergewöhnlich, wenn auch nicht an der Tagesordnung, dass sich ein wild lebendes Tier in das Camp verläuft.

Die sehr authentische Mala Mala Lodge besteht aus 25 Luxus Zimmern, die in erdroten Lehmhäusern mit eigener Veranda und zwei Badezimmern großzügig im weitläufigen Garten verteilt sind. Die Einrichtung ist sehr gemütlich und komfortabel. Der Focus liegt aber absolut auf dem Erlebnis Tierbeobachtung. Goldene Wasserhähne und riesige Whirlpools und Champagnerflaschen zum Empfang sucht der Gast hier vergebens. Wer den Luxus liebt und eine Safari erleben möchte, der verbringt seine Zeit auf Mala Mala in der benachbarten 6****** Rattrays Lodge. Hier genießt der Gast elegantes und sehr stilvolles Safariambiente, alle Zimmer sind ausgestattet mit einem Whirlpool, eines grossen Panoramadecks mit Outdoordusche und persönlichem Butlerservice.

Wir aber wollen eine Safari pur erleben, denn genau das macht Mala Mala aus. Frisch gestärkt starten wir nach dem Lunch unsere erste Tierbeobachtungsfahrt. Unser Ranger Mike, ein 23 jähriger Südafrikaner aus Durban, geht mit uns auf Pirschfahrt bis in die Abendstunden. Wir sitzen mit 6 Personen in dem offenen Jeep und staunen über die Weite, die uns umgibt. Es ist nichts zu hören, ausser den Geräuschen der Tierwelt. Schon nach kurzer Fahrt treffen wir den ersten Leoparden, ein mächtiges Tier, was entspannt in knapp 3 Meter Entfernung vor unserem Jeep spazieren geht. Es hangelt sich an Bäumen hoch, sucht nach Beute, klettert und rollt sich dann wieder im Dreck. Wir beobachten diesen jungen Leoparden eine Weile, Mike erklärt uns sehr leise und natürlich auf Englisch das Verhalten des Tieres und wir fahren weiter. Das Mala Mala Game Reserve umfasst 16000 Hektar Land, und es bedarf einer guten Absprache der Ranger den Wunsch der Gäste, hier die Big Five Südafrikas, Löwe, Nashorn, Büffel, Leopard und Elefant live und in Farbe zu sehen, zu verwirklichen. Wir fahren weiter über Stock und Stein, stoppen immer wieder, Mike erklärt uns die faszinierende Flora und Fauna, wir sehen wunderschöne farbenfrohe Vögel, Giraffen, Impalas, Büffel und Nashörner inmitten der afrikanischen Weite. Um 17 Uhr geht die Sonne unter, und wir halten am Sand River um den Sonnenuntergang zu genießen. Zur Erfrischung gibt es hier keinen Champagner. Nein, unser Ranger hat eine Kühlbox mit Chips und Dosenbier dabei. Das Ambiente stimmt, der Himmel färbt sich rot, wir sind umgeben von Tierlauten und bestaunen die Sonne Afrikas beim Untergang, wunderschön! Die Nacht bricht sehr schnell herein, und es wird wirklich sehr, sehr dunkel. Wir leuchten das Gebiet zusätzlich mit einem großen Strahler aus, denn unser Ranger weiß, gerade jetzt im Schutze der Dunkelheit jagen die Löwen auf der Suche nach einem Abendessen. Circa 5 Minuten entfernt von unserem Stopp treffen wir auf eine Löwenfamilie, die offensichtlich ihr Abendessen gerade beendet hat. Ihre Beute ist nirgends zu sehen, aber männliche wie weibliche Löwen liegen im Gras, strecken alle Viere von sich und geben brummende Laute von sich, die mir persönlich sehr viel Respekt vor der Situation einflössen. Immerhin sitze ich in der stockdunklen südafrikanischen Savanne, keine 4 Meter entfernt von 4 Löwen. Im Jeep hört man kaum den Atem der Kollegen, alles ist still und schaut fasziniert auf die ersten Löwen in freier Wildbahn, den Sie je gesehen haben. Wir fahren zurück ins Camp, Mike begleitet uns zu unserem Zimmer, holt uns 10 Minuten später wieder ab, um mit uns gemeinsam zu Abend zu essen. Dont go anywhere without your ranger after sunset!!! Ich halte mich sicher daran! Das Abendessen findet sehr schön geschützt durch einen Reetwall unter freiem Himmel statt. In der Mitte lodert ein Lagerfeuer, es wird südafrikanische Küche serviert, ausgelesene südafrikanische Weine getrunken. Die Atmosphäre ist fast mystisch, afrikanische Frauen singen und tanzen, in der Ferne hört man das Grollen der Löwen und der Sternenhimmel scheint so klar, wie wir es selten gesehen haben, auf uns herab. Der Stopp an der Bar fällt in dieser ersten Nacht auf Mala Mala aus, alle sind müde und geschafft vom langen Tag, wollen den Abend mit einem Bad ausklingen lassen, um dann fit für unseren kompletten Tag auf Safari zu sein. Ein Tag auf Mala Mala beginnt früh, bereits um 06:00 klingelt der Weckruf uns aus den Träumen, Mike persönlich weckt uns gut gelaunt, bringt uns kurze Zeit später Tee und Cafe auf das Zimmer und weist uns daraufhin, uns warm einzupacken. Um 06:45 werden wir zu einem sehr knappen Frühstück abgeholt und schon kurze Zeit später fahren wir alle noch leicht verschlafen und dick vermummt, so dass nur die Augen zu sehen sind, raus ins Reservat. Wir treffen Nilpferde, die vor sich hin schlafen, Herden von Impalas, dem Fast Food der südafrikanischen Steppe, Elefantenfamilien mit kleinen Babies, kunterbunte Vögel, sehr junge Leoparden, die ausgelassen spielen und Springböcke, die wie selbstverständlich ganze Felswände erklimmen. Die Sonne hat eine wahnsinnige Kraft, traten wir unsere Reise um 07:00 klappernd, dick eingepackt in Schals und Decken bei 0°C an, so genießen wir ein ausgedehntes Frühstück um 10:00 Uhr auf einem sicheren erhöhten Felsen jetzt bereits in T-Shirt und Sonnenbrille. Unser Ziel ist es, so viele wie möglich der 200 Tierarten, die in diesem Reservat leben, bei Tageslicht zu sehen. Ein besonderes Auge haben wir aber auf die Big Five gelegt, denn hat man einmal einen Löwen, oder Leoparden, Elefanten, Büffel, oder Nashorn in freier Wildbahn, und nicht hinter Zäunen gesehen, will man immer mehr davon. Unsere Fahrt geht weiter ins Ungewisse, voller Spannung spähen wir aus, um vielleicht selbst ein Tier zu sehen das aber bedarf natürlich eines ganz besonderen Trainings. Mike bekommt per Funk eine Info von einem Kollegen und wendet hektisch den Wagen. Er braust mit uns durch die Savanne, wird dann ganz langsam, bittet uns um absolute Ruhe und möglichst wenig Bewegungen. Nach wenigen Metern können wir das Highlight sehen. Eine Löwenfamilie auf Beutezug. Wir finden eine erlegte Giraffe, die, ganz nebenbei, eines natürlichen Todes gestorben ist. Drei männliche Löwen fressen sich geräuschvoll an ihr satt. Die weiblichen Löwen warten zwei Meter entfernt darauf, dass auch sie speisen dürfen. Hier gibt es eine ganz klare Rangordnung. Wir stehen im sicheren Abstand von 3 Metern daneben und beobachten diese 7 köpfige Löwenfamilie inkl. zwei kleiner Welpen beim Festschmaus. Die Kleinen lecken Ihrer Mutter die blutverschmierte Schnauze, andere liegen satt und ernsthaft schnarchend unter einem schattigen Baum. Ich halte den Auslöser meiner Kamera fast durchgehend gedrückt, um diese Situation möglichst komplett einzufangen. Drehen wir uns um, dann sehen wir Schakale, die noch Stunden darauf warten werden, dass die Löwen satt sind. In den Bäumen sitzen Dutzende Aasgeier, angelockt vom Geruch des toten Fleisches. Wir wohnen dem Schmaus eine gute halbe Stunde bei und müssen uns dann schwer loseisen. Eine Regel auf Mala Mala besagt, dass niemals mehr als 2 Geländewagen gleichzeitig bei den Tieren sein dürfen, das stört ihren Lebensraum, macht ihnen Angst. Wir fahren weiter Richtung Mittagessen auf der sonnigen Terrasse der Lodge. Genießen anschließend eine Ruhepause, und jeder von uns blickt stumm auf diese faszinierende Landschaft vor uns, wissentlich, was wir in den letzten 24 Stunden darin alles gesehen und erlebt haben. Dieser Reisebericht könnte noch Seiten über Seiten füllen.
Wir verbrachten noch einen tollen Nachmittag, einen sehr schönen Abend am Lagerfeuer unter dem afrikanischen Sternenhimmel, eine tolle Nachtpirsch und eine kalte, aber schöne Morgenpirsch auf Mala Mala, bevor wir unsere Heimreise gen Deutschland antreten mußten. Aber eine Safari muß man selbst erleben. Es ist etwas ganz besonderes, die Tierwelt in seiner ganzen Bandbreite zu erleben, sich in ihrem Lebensraum zu bewegen. Die Tiere sind deutlich grösser und prachtvoller, bewegen sich komplett anders, einfach freier! Ein Löwe wirkt so unglaublich majestätisch und elegant, eine Elefantenfamilie fast schon tapsig, obwohl sich Tonnen bewegen, kleine Vögel, die man auf seinem Weg immer wieder trifft, sehen zu den verschiedenen Tageszeiten in ihrem bunten Gefieder immer wieder anders aus. Mir war vor diesem Erlebnis Safari nicht bewusst, dass ich so viel Begeisterung für die Natur und seine Tierwelt habe. Während dieser 2 Tage auf Mala Mala habe ich Hunger und Durst vergessen, oft wortlos und mit offenem Mund die Tiere beobachtet, weil ich so fasziniert war, von dem, was unsere Erde alles hervorbringt. Ich habe auf dieser Reise Feuer gefangen für den afrikanischen Kontinent, die wunderschöne Landschaft, seine freundlichen Menschen, seine faszinierende Tierwelt. Südafrika, die Kapregion und das Mala Mala Game Reserve werden mich sicher ganz bald wiedersehen. Hat mein Reisebericht Ihre Reiselust geweckt, dann kontaktieren Sie mich jederzeit gerne.
Ich helfe Ihnen gerne, Ihre Traumreise in dieses Traumland zu realisieren.

Mit herzlichen Grüßen
Ihre
Mirja Albers

-Leitung Urlaubsreisen-
Tel:040-37052591
Mail: mirja.albers@hamburgsued-reiseagentur.de

Die Fotogalerie zur Reise


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